Handwerk – die Rahmenbedingungen!

Ein wichtiger Sektor der deutschen Wirtschaft ist das Handwerk, dem etwa 16 % aller deutschen Unternehmen angehören und das jeden achten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz sichert. Und auch hier verändert zum Beispiel die Digitalisierung Handhabungs- und Kommunikationsprozesse, Berufsbilder und Arbeitsplätze grundlegend. Ist dem so, oder haben ganz andere Rahmenbedingungen eine höhere Priorität?

Die Gesellschaft allgemein, die Wirtschaft und das Handwerk im Besonderen sind gefordert, die relevanten Punkte in ihren derzeitigen Problemstellungen anzusprechen, zu diskutieren, um sie an den entscheidenden Stellen und Institutionen vorzutragen bzw. aktiv selbst anzugehen, damit gemeinsame Vorzeigebeispiele aus und in der Praxis entstehen.

Maschine 2025

Sämtliche Bilder auf dieser Inhaltsseite: Copyright by Design Tech

Maschine 2020-2025 – so lautet das Initial-Projekt des Landesnetzwerks Mechatronik BW zusammen mit dem Designunternehmen Design Tech, welches in unterschiedlichen Bereichen gegliedert ist. In mehreren Workshops haben sich Entscheider und Wissensträger aus der Industrie zusammen mit Design Tech mit Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten von Veränderungen im Maschinenbau befasst.

  1. Das Konzept der Modularität

Diese Form betrachteten die Experten als zukunftsfähig. Denn neue Automatisierungskonzepte, basierend auf den Einsichten der Mechatronik und einer sich dynamisch entwickelnden Rechnerleistung und Dateninformationen, haben sich die Möglichkeiten für Modularität im Maschinenbau erweitert.

Weitere Potenziale ergeben sind durch Cloudtechnologien und deren Tools. Eine modulare Maschine sei daher der ideale Ausgangspunkt für Produktionsnetzwerke, in denen Aufträge durch situatives Aggregieren der Funktionen erledigt werden. Mit dem Baukastensystem werden Anlagen schneller konfiguriert und in Betrieb genommen. Zudem seien auch Wartung, Reparatur und Retrofit dadurch einfacher. Das strukturierte Vorgehen in der Entwicklung, welches das Baukastensystem erzwingt, schütze vor Overengineering.

Module seien auch ein idealer Ausgangspunkt für eine verbesserte Bedienkommunikation. Indem sie eine genau abgegrenzte Aufgabe oder Funktion erfüllen, schaffen sie nach außen Klarheit und Einfachheit, so die Meinung der Experten. Eine gute Gestaltung verhelfe dem Baukastenprinzip der Maschinentechnologie zu maximaler Wirkung. Die Gestaltung könne die Idee des Baukastens kommunizieren, sodass im Gehäuse eine visuelle Anleitung zur Anlagenkonfiguration eingeschrieben ist.

Im Zukunftsszenario stellt der Maschinenbauer die Einzelmaschine per Konfigurator individuell für den Kunden zusammen. Die Module bestehen aus recycelbaren, intelligenten Textilien und Leichtbaumaterialien. An ihrem Bestimmungsort in der Produktion des Kunden werden die Einzelmaschinen über eine Fördereinrichtung mit einzeln steuerbaren Fördercontainern (für Werkstücke oder Späne) miteinander verbunden.

Mit der Eingabe der Daten des Fertigungsauftrags läuft die Produktion in der Maschinen-Cloud selbsttätig ab. Der Maschinenpark organisiert sich selbst. Beschädigte Module werden automatisch erkannt und über die Fördereinrichtung ausgetauscht.

2. Das zukünftige Schnittstellenmanagement

Gibt es noch weitere flankierende Komponenten einer zukünftigen Maschine zu bedenken? Wie sehen die Schnittstellen aus? Welche Funktionalität übernehmen sie und wie verändern sich die Prozesse?

Unabhängig von Standards oder anderen Spezifikationen geht es ausschließlich um die Vision. Die Sichtweisen sind vielfältig und beziehen sich sowohl auf den Hersteller, Produzenten als auch den Consumer.

Zulieferer spezialisieren sich in hohem Maße. Sie reduzieren zwar ihre Bandbreite immer mehr, jedoch maximiert sich die Qualität entsprechend. Als Reaktion kaufen die Hersteller immer mehr Einzelteile zu und konzentrieren sich auf die Montage der Produkte. Der Vorteil für die Hersteller ist eine Reduzierung der benötigten Infrastruktur und des Maschinenpools.

Spezifische Kundenwünsche können wesentlich einfacher realisiert werden. Aus den vielfältigen Schnittstellenformaten erwachsen neue Spezialisierungsbereiche und ermöglichen es Firmen, sich in neue Segmente und Märkte einzubringen. Die Daten, die aus den Schnittstellen generiert werden, ermöglichen neue Geschäftsmodelle. 

Die Fabrik der Zukunft wird vom Datenfluss geprägt sein. Alle Sensoren, Maschinen und Mitarbeiter sind in ständigem Kontakt, tauschen Informationen und Daten aus. Die Cloud agiert als Datenzentrum und sammelt und verteilt alle Daten, die im Netzwerk generiert werden. Von einem Knotenpunkt aus kann ein Mitarbeiter auf das gesamte System zu- und bei Bedarf eingreifen oder Korrekturen vornehmen. Dabei ist er mit den Maschinen und Transportdrohnen vernetzt und überwacht den Liefer- und Produktionsprozess.

Durch die spezialisierten Zulieferer ist eine individuelle Form der Lieferprozesskette nötig und ermöglicht es neuen Firmen, diesen Bedarf zu decken. Expertenwissen wird immer gefragter. 


Die Teilnehmer:


Hochschule EsslingenGebr. Heller Maschinenfabrik GmbHSchnaithmann Maschinenbau GmbH
Koenig & Bauer MetalPrint GmbHAradex AGMSC Microcomputer Systems Components Vertriebs GmbH
CiS electronic GmbHFesto SE & Co. KGFibro GmbH
iT Engineering Software Innovations GmbHitem Industrietechnik GmbHITQ GmbH
Karl Dungs GmbH & Co. KGKADIA Produktion GmbH + Co.Mayr und Hönes GmbH
RAMPF Machine Systems GmbH & Co.KGSchunk GmbH & Co. KGTruPhysics GmbH
Weiler Werkzeugmaschinen GmbHMAPAL Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KGLiebherr-Werk Biberach GmbH
Nagel Maschinen- und Werkzeugfabrik GmbH

Rund um die Maschine 2025 und die folgenden Generationen ist noch viel Ideenreichtum aus und durch die Industrie sowie den Kunden vorhanden, insbesondere durch die ständigen Weiterentwicklungen in Hard- und Software und die Digitalisierung wie Globalisierung. Aus dieem Grund findet das Projekt zukünftig seine Fortsetzung.

Haben auch sie Interesse, sich an den Weiterentwicklungen aktiv zu beteiligen, dann nehmen sie bitte Kontakt zu uns auf.

Werkzeug der Zukunft

Unter der Moderation von Design Tech, Partner des Landesnetzwerk Mechatronik BW, wurde die Fragestellung „Wie stellen Sie sich das Werkzeug der Zukunft vor?“ in unterschiedlichen Betrachtungsebenen diskutiert und evaluiert. Durch die vielseitigen Kompetenzen und Interessen der Workshop-Teilnehmer wurden so Lösungsideen vom möglichen Aufbau zukünftiger Werkzeuge bis hin zur grundlegend neuen Werkzeug- und Bearbeitungssystemen entwickelt.


Das Ergebnis – die Vision – aus dieser Veranstaltungsreihe

Die Werkzeugdrohnen werden von den Bearbeitungsshuttles bei Bedarf angefordert. Unterschiedliche Arbeitsschritte werden dabei von unterschiedlichen Drohnen ausgeführt. Bild: Design Tech

Drohnen, die in der Luft kreisen und sich automatisch an ein Shuttle, eine mobile Werkstückaufnahme, andocken, um die Werkstücke selbstständig zu bearbeiten – das Fertigungsszenario, das ein Konsortium von über 40 Werkzeugherstellern und Unternehmern der Industrie als Ergebnis der beiden Workshops zum Thema „Werkzeug der Zukunft“ erarbeitete, übertraf in seiner Summe letztendlich die Erwartungen aller Teilnehmer um ein Vielfaches bezüglich der Innovationsstärke . Thematisiert wurden beispielsweise die Verbindung zwischen Drohne und Werkstückaufnahme, dem Transport- und Bearbeitungsshuttle. Um eine präzise Bearbeitung zu ermöglichen, verbinden sich diese Teilsysteme vor der Bearbeitung zu einem festen Gesamtsystem. Und auch das Shuttle selbst wird sich mit dem Fabrikboden verankern, um die bei der Bearbeitung entstehenden Gegenkräfte aufnehmen zu können. Sie fliegen erst dann los, wenn sie vom Shuttle, auf dem das Werkstück aufgespannt ist, dazu aufgefordert werden. Dann docken sie sich an und bearbeiten das Werkstück. Der gesamte Prozess steuert sich autonom je nach Auslastung. Möglich wird dies durch die Sensorik des Werkzeugs, der Drohne und des Shuttles – so wird eine Schwarmintelligenz erzeugt, die alle Produktionsschritte und die Logistik innerhalb des Bearbeitungssystems einschließt.

Die Drohnen werden über eine Dockingstation induktiv aufgeladen. Zudem können sie hier ihre Materialspeicher auffüllen oder entstandene Späne oder Hitze direkt abführen. Das Shuttle steuert die Abfolge der Bearbeitungsschritte und kommuniziert mit dem Werkzeug und den Drohnen. Diese übernehmen dann je nach Ausstattung unterschiedliche Bearbeitungsaufgaben. Das heißt, die einen bohren, die anderen schleifen oder sintern, wieder andere laserschweißen oder bringen Materialien additiv auf – ganz so, wie es der Auftrag erfordert.

Durch den variablen Einsatz der Drohnen und die hoch flexiblen Produktionsabläufe werden nach Ansicht der Experten aus der Werkzeugindustrie und der Forschung auch neue Produktionsräume entstehen. So könnten die autonomen Shuttles und Drohnen beispielsweise in vielstöckigen Produktionsplattformen, den sogenannten „Supertalls“, agieren.


Das Ergebnis als Animation:

Produziert von madness, unter der Leitung von Design Tech in Kooperation mit dem Landesnetzwerk Mechatronik BW

Wollen auch sie an der Entwicklung derartiger Visionen teilnehmen, dann nehmen sie bitte Kontakt mit uns auf.

Internationalisierung

die Internationalisierung

Die Internationalisierung nimmt einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Ob es den Austausch von Knowhow anbetrifft, die neuesten technologischen Entwicklungen in den verschiedensten Branchen, Markteintritte oder die Produkt- bzw. Dienstleistungs-Etablierung, hierzu bedarf es nicht nur der entsprechend qualitativ hochwertigen, wie jeweiligen Kontakte, sondern auch das Wissen um die Zugänge zu Bedarf und Entscheider.

Dies ist ein höchst personal- wie zeitintensiver Prozess, den wir als Landesnetzwerk Mechatronik BW für die Unternehmen relativieren möchten.


Aus diesem Grund haben wir Kooperationen unter anderem mit der DGIT – Deutsche Gesellschaft für internationalen Technologietransfer – abgeschlossen. Ebenso ein Netzwerk, allerdings mit internationalen Niederlassungen, deren Fokus auf die Unterstützung zur Erschließung neuer Märkte liegt und unter anderem den Zugang zu Politik, Institutionen, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen verschafft. Internationalen Unternehmen, Verbänden und Behörden bietet die DGIT ein Eingangsportal zum deutschen Mittelstand.


Themen und Faktoren der Internationalisierung

Internationalisierung kann für Unternehmen weitere Aspekte beinhalten. Dazu zählen beispielsweise Vertriebspartner, Auslandsrepräsentanzen, Markteinschätzungen auch unter unter sozio-kulturellen Aspekten, Servicemanagement und deren mehr.

Strukturierte Vorgehensweisen, ein hoher Bedarf an Informationen, definierte Rahmenbedingungen, dies sind die Voraussetzung für eine nutzenbingende Umsetzung individueller Lösungswege.

In dieser Themengruppe tauscht das Landesnetzwerk Mechatronik BW gegenseitige Erfahrungen, Informationen und Ergebnisse aus seinem internationalen Beziehungsgeflecht dank seiner Kooperationspartner aus. Initiiert individuelle wie themenspezifische Projekte und Transfer- sowie Kommunikationsmodule mit hochrangigen in- wie ausländischen Vertretern aus den unterschiedlichen Bereichen.

Haben auch sie Interesse an der Teilnahme innerhalb der Gruppe „Internationalisierung“, dann nehmen sie bitte Kontakt mit uns auf.

Smart Connecting

Smart Connecting, Anlage

Das Datenvolumen wird in den nächsten zehn Jahren explodieren. Bereits im Jahr 2025 soll die Menge an Neu-Daten die 163 Zettabyte-Marke übersteigen. Dabei wächst die Echtzeit-Relevanz neuer Daten noch schneller als die Datenmenge selbst. Die Kombination aus beidem – Datenmenge und geringe Latenzzeiten – zwingt das konventionelle Computing-Modell zu neuen Management-Modellen. Treibende Kraft hierbei ist unter anderem das IoT (Internet of Things).

Eine Teilthematisierung des Smart Connectings ist der Bereich rund um Edge Computing und OPC UA. Um den maximalen Nutzen aus dem IoT zu ziehen, wird zum Beispiel Edge Computing mit zu einer Schlüsseltechnologie. Für ihre Funktionalität benötigen IoT-Geräte Daten. Edge Computing sortiert diese ohne größere Verzögerung und nah am Ort der Entstehung. Hierzu bedarf es aber den Einsatz notwendiger Schnittstellen, deren Kompatibilität untereinander und die darin beinhaltete Intelligenz. Hier kommt gleichermaßen OPC UA ins Spiel.

So hilft Edge Computing, konventionelle Computing-Systeme zu entlasten und gewährleistet, die für das IoT so wichtigen, geringen Latenzzeiten. Es hat zum Ziel, die Latenz zu minimieren, die Netzüberlastung zu verhindern und die reibungslose Funktionalität von kognitiven Systemen und anderen latenzsensiblen Anwendungen zu ermöglichen

Smart Connecting, Maschine

Es gibt jedoch weitere Ansätze in Form von Applikationen, Technologien und deren mehr, um das Thema Smart Connecting in Angriff zu nehmen. Diese wollen wir innerhalb dieser Themengruppe beleuchten, um spezifische wie individuelle Lösungsoptionen kennenzulernen, auch vor Ort bei den Unternehmen. Die Praxisorientierung steht dabei im Vordergrund und so hat das Landesnetzwerk Mechatronik BW auch in diesem Segment entsprechende Kooperationspartner.

Haben auch sie Interesse, an dieser Gruppe teilzunehmen, sich mit ihrer Kompetenz einzubringen oder über die neuesten Technologien informiert zu sein, dann nehmen sie Kontakt mit uns auf.

Safety and Security

Safety & Security, Transfer

Industrieanlagen und kritische Infrastrukturen mussten bisher als Beispiel für die Strom- und Wasserversorgung hochverfügbar sein, waren Systeme für deren Überwachung und Steuerung bisher meist isoliert. Doch mit der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung  (IoT, Industrie 4.0) werden diese Systeme in öffentliche Strukturen angebunden.

Die beiden Begriffe Safety und Security werden häufig vermengt. Viele Entwickler glauben auch fälschlicherweise, guter Code sei sowohl ‚safe‘ als auch ‚secure‘. ‚Safe‘ ist ein System dann, wenn von ihm im normalen Betrieb keine Gefahren für den Benutzer oder andere Personen ausgeht. Ein ‚Safety-kritisches‘ System ist somit eines, dass bei einer Fehlfunktion Menschen verletzen oder töten kann. Dem Designer obliegt es hier, so weit wie möglich sicherzustellen, dass es im System zu keinen Fehlfunktionen oder Ausfällen kommt.

Security hat dagegen in erster Linie mit der Fähigkeit eines Produkts zu tun, seine Ressourcen autorisierten Benutzern zur Verfügung zu stellen und jegliche unberechtigte Nutzung (beispielsweise durch Hacker) zu verhindern. Mit Ressourcen sind hier im Fluss befindliche oder dynamische Daten, Code, Intellectual Property (IP), Prozessoren, Systemsteuerungs-Zentralen, Kommunikations-Ports, Speicher und Massenspeicher mit statischen Daten gemeint.

Safety & Security, Veranstaltung

Deshalb…

… finden regelmäßige Meetings zusammen mit Spezialisten rund die Kompetenzfelder „Safety & Security“ statt. Sie sollen den Aufklärungsbedarf dieser Themengebiete fördern. Dabei müsse die verschiedensten Sichtweisen (User – Dienstleister) zur Sprache kommen.

  • Ist es denn überhaupt noch diskussionswürdig hinsichtlich Plattformtechnologien über Security zu sprechen, da diese grundlegend auf höchsten Sicherheitsstufen betrieben werden?
  • Welcher kann ich vertrauen und wer oder was gibt mir die Sicherheit?
  • Müssen eventuell die angedachten Anwendungsfelder auf einer ganz anderen Basis umgesetzt werden?
  • Ist es unternehmerisch sinnvoll, die Kompetenzen nach extern zu verlagern oder sind trotz interner hoher Investitionen die getroffenen Maßnahmen ausreichend?
  • Wer gibt einem die effektiven Inputs, ohne gleich eine Dienstleistung oder Produkt verkaufen zu wollen?

Haben sie Interesse, an derartigen Meetings, Informationsveranstaltungen und/oder praktischen Beispielen teilzunehmen, dann nehmen sie Kontakt mit uns auf.

ELENA

Elektroantriebs-Nachrüstsatz

Das Ziel war die Entwicklung eines Elektro Plug-In Hybrid Transporter auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter. Der Elektroantriebs-Nachrüstsatz (EleNa) verwandelt Lieferwagen mit Verbrennungsmotor durch den Einbau eines Elektroantriebes in ein Hybrid-Fahrzeug, das Kurzstrecken rein elektrisch bewältigt. Entwickelt wird der Nachrüstsatz als Prototyp im Rahmen eines vom BMVBS geförderten Verbundprojektes.

Der elektrische Antrieb ist während der Fahrt einschaltbar, somit können städtische und regionale Fahrten emissionsfrei durchgeführt werden. Angetrieben wird der Asynchronmotor von einem VECTOPOWER Wechselrichter. Die beiden Komponenten sind exakt aufeinander abgestimmt. Dadurch entsteht ein sehr effizientes System, das mit seiner Kompaktheit den geringen Platz im Fahrzeug optimal ausnutzt. Zusammen mit leistungsstarken Batterien hat der Transporter beim rein elektrischen Fahren eine Reichweite von 50 km und das bei voller Beladung. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h.

Wichtig für einen funktionierenden Hybridantrieb ist das Zusammenspiel zwischen Elektromotor und Verbrennungsmotor anhand eines neu entwickelten Steuergeräts. Neben der Anpassung des Steuergeräts musste bei Hybrid-Fahrzeugen noch eine zweite Hürde genommen werden: die Verfügbarkeit der Nebenaggregate im rein elektrischen Betrieb. So wurden Nebenaggregate, wie z.B. Bremskraftverstärker und Servolenkung, substituiert sowie ein zweiter Kühlkreislauf aufgebaut. Der Aufbau als Parallel-Hybrid ermöglicht vier verschiedene Betriebsmodi:

  1. Im Standardmodus treibt allein der Verbrennungsmotor den Transporter an.
  2. Der Elektromotor ist ausgekuppelt.
  3. Beim Boost-Modus kann der Fahrer auf die Leistung des Verbrennungsmotors und zusätzlich auf die des Elektromotors zugreifen.
  4. Der Elektromodus ist das Highlight. Hier treibt allein der Elektromotor den Transporter an. Ideal für den Stopp-and-Go-Verkehr.

Im Ladebetrieb läuft der Elektromotor im Schlepp mit. Dadurch arbeitet der Asynchronmotor als Generator und erzeugt elektrische Energie, mit der die Batterie geladen wird. Der Ladebetrieb ist z.B. bei Überlandfahrten sinnvoll.

Das Umsetzungungskonsortium bestand aus:

Fraunhofer IPALauer & Weiss GmbH
Aradex AGHochschule EsslingenFKFS
WSEngineeringLandesnetzwerk Mechatronik BW    INEM - Institut für Nachhaltige Energietechnik und Mobilität

CONFORMO (Connecting For More)

Eine projekt- und themenübergreifende Initiative, gefördert durch

CONFORMO - Connecting for More

Das Projekt CONFORMO des Landesnetzwerk Mechatronik BW zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg hat zum Ziel, KMU auf dem Weg zur Industrie 4.0 zu unterstützen und zum Aufgreifen von Umsetzungsmaßnahmen und Kooperationsprojekten zu motivieren. Hierzu initiiert das LMBW Gespräche als auch Gesprächskreise in unterschiedlichsten Ausführungen für den Erfahrungsaustausch, um zügig konkrete Industrie 4.0-Projekte mit den Unternehmen anzubahnen und Kooperationspartner zu vernetzen.

Mit dem Projekt CONFORMO (Connecting For More) soll der gemeinschaftliche Erfahrungsaustausch von kleinen und mittelständischen Industrieunternehmen zu Problemstellungen bei der Umsetzung von Industrie 4.0-Projekten in mehreren regionalen Gruppen gestärkt werden, um neue Lösungspartnerschaften zu etablieren.

Durch das Projekt CONFORMO werden gezielt KMUs vernetzt, sich bei ähnlichen Problemstellungen zusammengeführt, um so die dafür notwendigen externen Ressourcen zu bündeln und um letztlich effizienter zu handeln und zu lösen. Darüber hinaus können eigene Lösungskompetenzen für andere Unternehmen zugänglich gemacht werden.

Wollen sie sich über diese Initiative informieren, dann nehmen sie bitte Kontakt mit uns auf.

Transferdialoge

Transferdialog, Veranstaltung

Das Wort „Transfer“ hat viele Bedeutungen. Eine davon ist die Vermittlung von Wissen, Praxiserfahrung und Umsetzungs-Knowhow in die Hochschulen und die Studierenden wie auch der Industrie. Dabei liegt der Fokus auf den Dialog, nicht den Monolog. Prominente Vertreter aus Wirtschaft und Forschung geben konkrete Einblicke und praktische Anregungen zur Digitalen Transformation und anderen relevanten Themenbereichen. Anhand von fachspezifischen Dialogen werden die grundlegenden Konzepte diskutiert sowie erfolgreiche Anwendungsbeispiele aus der industriellen Praxis vorgestellt.

Digitalisierung und Industrie 4.0 sind Schlüsselworte, die stellvertretend für den gravierenden Wandel stehen, der sich durch den rasant anwachsenden Einsatz digitaler Medien und der Vernetzung in der Produktentwicklung und Produktion abzeichnet. Für die Unternehmen bietet dieser Wandel große Chancen bezüglich innovativer Produkte, Geschäftsmodelle und Dienstleistungen.

Ein wichtiger Baustein zur erfolgreichen Umsetzung von Industrie 4.0 in unseren regionalen Unternehmen ist die fundierte Information über Chancen und Risiken, die ein solcher Wandel mit sich bringt. Dabei sollen auch die nachrückenden Fachkräfte bereits frühzeitig in neue Denk- und Handlungsweisen miteinbezogen werden. (siehe auch „Learn 2Gether BW“)

Transfer F&E-Ausbildung – Industrie

  • „Welchen Nutzen hat ein Betrieb von Industrie 4.0?“
  • „Wie und mit welcher Prozessabfolge digitalisiere ich ein Unternehmen?“
  • „Welche neuen Geschäftsmodelle, neue Märkte, neue Kunden und deren Beziehungsintensivierung können daraus abgeleitet werden?“

und deren Fragen mehr möchten wir über Dialoge, Erfahrungsaustausch und praxisorientierte Diskussionen nachgehen und in einem anschließenden Prozessmanagement gemeinsam umsetzen.

Transfer Industrie – Industrie

Haben sie Interesse an der Teilnahme an derartigen Dialogen, dann nehmen sie Kontakt mit uns auf.

Die MP3-Gruppe

Ein Projekt innerhalb der Industrie-Dialoge

MP3-Group, IBM Deutschland
MP3-Group, IBM Deutschland

Die MP3-Gruppe ist ein Verbund von Unternehmen, die die mechatronischen Elemente nicht nur lebt, sondern all die beinhalteten Kernbereiche sowie flankierenden Disziplinen vorantreiben möchte.

Dabei steht „MP“ in seiner Gesamtheit für Mechatronik-Power und wird in der Intention durch jeweils 3 Zielsetzungen wie Inhalte verstärkt. Das „M“ steht nicht nur für die Mechatronik, sondern auch das Multifunktionale und den Mehrwert, der daraus entsteht. Das „P“ ist gleichbedeutend mit Power, der Kraft des Verbundes und den Umsetzungswillen, der sich gemeinschaftlicht entwickelt.

Knowhow transferieren

Die eingebundenen Partner, die nicht nur voneinander profitieren, sondern in definierten Zielsetzungen kooperieren, als auch die Professionalität und die Mischung aus unterschiedlichsten Kompetenzen sind die Eckpunkte der gemeinschaftlichen Philosophie der MP3-Gruppe. Professionalität ist gekennzeichnet durch Knowhow, Weitsichtigkeit und den Willen an unternehmensrelevanten Veränderungen.

Ideen austauschen

Projekte, Initiativen entwickeln

Unternehmen direkt vor Ort kennenlernen, über Potentiale diskutieren, Ideen einbringen, Projekte zusammen initiieren, das sind nur einige Ausschnitte der Intention der MP3-Gruppe. Und nicht zu verachten sind die Menschen an sich, zu denen man Kontakt bekommt und sich austauschen und neue Erfahrungen sammeln kann.

Neues ausprobieren, testen und adaptieren

Wollen auch sie dieser Gruppe beitreten und weitere Vorteile all der Projekte und Themen nutzen, dann nehmen sie Kontakt mit uns auf.