Bund fördert Heilbronner Ingenieurnachwuchs und kooperative Promotionen

Forschungs- und anwendungsnah qualifizierte Fachkräfte sind eine wichtige Voraussetzung für die wissenschaftliche und technologische Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Innerhalb der Förderlinie „IngenieurNachwuchs“ werden daher an Hochschulen für angewandte Wissenschaften  anwendungsbezogene Forschungsvorhaben in Kooperation mit der Wirtschaft unterstützt, bei denen insbesondere die Qualifizierung von forschungsstarkem Nachwuchs im Rahmen einer erfolgreichen Durchführung von kooperativen Promotionen im Mittelpunkt steht. Im Rahmen dieses Programms hat nun die Hochschule Heilbronn eine Förderzusage über 864.000 EUR vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten.

 

Untersuchung und Ableitung von effizienzoptimierten Fahrstrategien

Gefördert wird dabei die kooperative Forschung im Rahmen des Projekts „Autonomous Hybrid eco Assisted Drive (AHeAD)“, welches die Forschungsbereiche Sensorik und Umfelderfassung sowie automobile Antriebstechnik miteinander verknüpfen soll. Ziel ist dabei die Untersuchung von in Assistenzsystemen eingebetteten ökonomischen Fahrstrategien mittels eines globalen Ansatzes, der den Kontext des Fahrumfeldes erfasst und dabei nicht nur die Wirkung des Assistenzsystems isoliert analysiert, sondern auch dessen Wechselwirkung mit der Gesamtsituation berücksichtigt. In Kooperation mit den Unternehmen GETRAG Untergruppenbach, VALEO Bietigheim-Bissingen, RA Consulting Bruchsal sowie dem Karlsruher Institut für Technologie mit dem Institut für Produktentwicklung und dem Forschungszentrum Informatik bietet sich dem Forschungsteam um die beiden Projektleiter Prof Dr.-Ing. Hermann Koch-Gröber und Prof. Dr.-Ing. Raoul Daniel Zöllner (beide Studiengang Automotive Systems Engineering), die Möglichkeit im Rahmen dieses Projekts einige Promotionsstellen sowie Projektarbeiten in den Bachelor- und Masterstudiengängen der Fakultät für Mechanik und Elektronik auszuschreiben. Prof. Koch-Gröber freut sich über diesen Erfolg und erläutert: „Unterstützt von der modernen Ausstattung der Forschungslabore, allen voran des Prüfstands für elektrifizierte Antriebe von Kraftfahrzeugen, bieten sich potentiellen Nachwuchsforschern auf diesem Gebiet ideale Voraussetzungen um im Kompetenzfeld Automotive und Mobility neue Akzente zu setzen, und diesen wichtigen Forschungsschwerpunkt der Hochschule Heilbronn weiter aktiv auszubauen.“

Prof. Dr. Wendelin Schramm, Prorektor für Forschung, betrachtet diese Förderzusage als einen wichtigen Meilenstein für die Forschung und Promotion an der Hochschule Heilbronn: „Noch nie hat die Hochschule Heilbronn für ein einzelnes Projekt eine so hohe Drittmittelzusage aus Bundesmitteln erhalten. Hier überzeugte der Antrag auf ganzer Linie – zum einen mit der inhaltlichen Ausarbeitung und Zielvorstellung – aber auch mit den Rahmenbedingungen, die die Hochschule Heilbronn der stetig wachsenden Zahl von Promovierenden zur Verfügung stellt.“

Forschungskompetenzfeld Automotive & Mobility

Das Forschungsprojekt AHeAD ist  an der Hochschule Heilbronn dem Kompetenzfeld Automotive & Mobility zugeordnet. Die Fahrzeugindustrie mit ihrer breiten Wertschöpfung ist eine Schlüsselbranche für die Region Heilbronn-Franken. Dementsprechend fokussiert sich die Hochschule in ihrer ingenieurwissenschaftlichen Ausrichtung unter anderem auf die  Weiterentwicklung und Forschung in den Bereichen Energieeffizienz und Elektromobilität, Mechanik und Variabilität im Verbrennungsmotor, Intelligente Transportprozesse, Autonomes Fahren, Verkehrsflussoptimierung und  Sicherheit, Modellbasierte Entwicklung und Simulation von Fahrzeugsystemen, Generationenmobilität und Mensch-Fahrzeug-Interaktion.

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