Industrie 4.0 – Die Bedeutung von Interoperabilität im Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0)

Industrie 4.0 ist unter den Bedingungen einer vernetzten digitalen Welt ein länder- und branchenübergreifendes Projekt. Damit wird Interoperabilität – also die Fähigkeit, mit Dritten nahtlos zusammenzuarbeiten, Informationen auszutauschen, zu kooperieren und Dienste zur Verfügung zu stellen – zum Fundament für den Erfolg. Interoperabilität kann in Teilen, abhängig vom individuellen, geplanten Geschäftsmodell, bereits vorhanden sein oder zwischen den Produktionsteilnehmern auf die eine oder andere Weise geschaffen werden. Deshalb gibt es bereits erfolgreiche Industrie 4.0 Geschäftsmodelle in vielen unterschiedlichen Ausprägungen. Jedoch muss jedes Unternehmen den dafür erforderlichen Veränderungsprozess eigeninitiativ vorantreiben, am besten mit Partnern, um Risiko und Investitionsbedarf zu begrenzen.

 

Der vorliegende Leitfaden zur Interoperabilität richtet sich an Entscheider und Fachleute, die sich mit der Umsetzung von Industrie 4.0 in ihren Unternehmen befassen. Hierbei handelt es sich um eine praxisorientierte Betrachtung einer der Grundvoraussetzungen zur Realisierung von Industrie 4.0. Die dabei gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse basieren auf Beobachtungen und Bewertungen von realen Use Cases. Grundlage dieses Leitfadens bilden die Exkursionen zu drei Unternehmen und einem Forschungsinstitut. Dabei wurden von Experten des Bitkom Arbeitskreises »Industrie 4.0 Interoperabilität« elf Use Cases über Fragebögen hinsichtlich der jeweiligen Ausprägung der Interoperabilitätsanforderungen bewertet. In der weiteren Auswertung wurden diese aggregiert und im Referenzarchitekturmodell Industrie 4.02 (RAMI 4.0) verortet.

Die Zielsetzung des Leitfadens ist es, den Unternehmen Mut zu machen, die initialen Schritte ihrer Reise zu Industrie 4.0 zu gehen und Wege aufzuzeigen, wie die wahrgenommenen Hürden methodisch gemeistert werden können.

Der Leitfaden soll Interessierten einen methodischen Ansatz zur Evaluation von Interoperabilitätsanforderungen bieten, also um festzustellen, welche der notwendigen Grundvoraussetzungen in Bezug auf Interoperabilität in der eigenen Situation bereits erfüllt sind und in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht.

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